Noch rätseln die Experten, ob die Nachricht aus dem Reich der Mitte nun ein totaler Hoax (man könnte auch sagen, die Mutter aller Hoaxen) oder tatsächlich der Scoop überhaupt ist. Die Story steht immerhin in Bloombergs renommierter „Businessweek“, ein in der Regel hervorragend informiertes Wirtschaftsmagazin, welches seinen Ruf sicher nicht leichtfertig aufs Spiel setzen will:
Stellt sich das Ganze als Maximalente heraus – so wie die Hitlertagebücher beim Stern – wäre der Schaden für die Reputation des Blattes enorm. Gelänge hingegen tatsächlich der Beweis, daß die Chinesen einen winzigen, in einer unverfänglichen Bauform getarnten Spionage-Chip auf Serverblades der Firma Supermicro schmuggeln konnten, wäre das ein Erdbeben der Stärke 9,5 für die Computerbranche. Immerhin stecken die Boards nicht nur in Servern von Apple und Amazon, sondern auch weltweit in zentralen Rechnern der Regierungen und Geheimdienste. Die Nerds der versammelten IT-Crowd orakeln, daß ein solcher Angriff technisch wohl möglich wäre…
wenngleich die Faktenlage noch sehr dünn zu sein scheint. Allein, daß man den Chinesen einen solchen Coup inzwischen zutrauen kann, zeigt den Wandel der alten Welt, wie wir sie kannten, in eine gänzlich neue. Das ehedem rückständige Reich der Mitte agiert als Weltmacht. Es definiert seine Einflußräume, wie auch seine Interessen und setzt diese konsequent durch. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Hoppla! Wo ist denn der Chef von Interpol abgeblieben?
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/interpol-praesident-meng-hongwei-wird-vermisst-15822696.html
Grade war er doch noch da, keiner wußte wie’s geschah. Das ist bei den „Nassen Sachen“ der russischen Geheimdienste anders. Die lassen ihre Leichen auch gern mal liegen. Nicht etwa aus Unachtsamkeit – nein, mehr so zur Gedankenstütze. Die Finder sollen wissen: Mit Onkel Putin ist nicht zu spaßen! Gegen die Hackerei der chinesischen Armee sieht die Datenspionage des russischen Militärgeheimdienstes jedoch geradezu possierlich aus:
Du liebe Güte! Vier Mann für einen WLAN-Hack und dann lassen die sich auch noch erwischen! Nicht einmal die Festplatten der eigenen Rechner hatten die verschlüsselt. Selbst der chronisch dusselige BND hätte das besser hinbekommen. Mal herhören Genossen! Glatte 6! Setzen! Aber es kommt noch schlimmer. Selbst auf Lenin ist kein Verlaß mehr. Der Gröfaz hat in Peru überlebt (war klar – Mittelamerika – hat man ja immer befürchtet) und Wladimir Iljitsch verliert den Prozeß gegen ihn…
Dabei war der Begründer der Sowjetunion einstmals ein helles Köpfchen. Den Deutschen attestierte er mehr Ordnungs- als Freiheitsliebe. Zitat: „Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas, wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!“ Man muß zugeben, da ist was dran. Andererseits sind wir – nach Lesart der veröffentlichten Meinung – in der vergangenen Woche haarscharf an einem Staatsstreich vorbeigeschrammt. Die hatten sogar ein Luftgewehr dabei!
https://www.achgut.com/artikel/umsturz_im_konjunktiv
Grenzdebile Vollidioten? Egal. Marinus van der Lubbe war auch kein großes Licht und trotzdem konnte man seine Tat bedingungslos instrumentalisieren, um die Opposition eines ganzen Landes über Nacht auszuschalten. Kann der gemeine Populist also nur froh sein, daß es der „Chemnitzer Terrorzelle“ nicht gelang, unsere Puppenstube am 3. Oktober anzuzünden:
https://www.cicero.de/kultur/ostdeutschland-ossis-wessis-chemnitz-tag-der-deutschen-einheit
Natürlich ist der Tag der Deutschen Einheit überholungsbedürftig, da er aus einer rein weißen Perspektive stattfindet – so der Vorwurf von Migrantenverbänden. Klarer hat man eine rassistische Sicht auf uns Eingeborene nie zuvor beschrieben:
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/fest-der-freiheit-und-der-heimat/
Sind wir schon so weit? Aber Hallo, wir sind sogar noch weiter. Der 3. Oktober ist (Wußten Sie noch nicht?) unser „Tag der offenen Moschee“! Also auf, auf und dem Imam einen Besuch abgestattet…
https://www.achgut.com/artikel/heraus_zum_dritten_oktober
denn selbst Feministen können vom Islam noch etwas lernen. Der Ajatollah Ali Khamenei gab kürzlich Tips an die Mädels von der #MeToo-Front. Armlänge Abstand ist out, Hidschab ist in! Nur der Schleier hält die triebhaft männliche Sau auf Distanz…
https://www.welt.de/politik/ausland/article181768002/Iran-MeToo-Tipps-aus-dem-Gottesstaat.html
Uschi Obermaier, das Boxenluder der „Kommune I“, lebt zum Glück inzwischen in Los Angeles, sonst müßte sie hierzulande gewaltig umdenken. Was waren das für Zeiten, als die Linken noch lustig durch die Weltgeschichte vögelten! Panik brach nur aus, wenn beim Gruppensex der unterste Teilnehmer ans Telefon gerufen wurde. MeToo hieß damals: Ich will auch mal! Was hält der einst dauererigierte Langhans eigentlich vom heutigen Prüdofeminismus? In der ehemaligen Stadt der promiskuitiven Kommunarden gilt unter Linksgrünen heute schon ein Bikini als untragbar…
also, da will Mann doch gar nicht mehr…
also, da kann auch keiner mehr…
also, da wird auch die Frau irgendwann sologam, oder?
Andererseits ist das mit dem Feminismus schon wichtig. Der Wirtschaftsnobelpreis braucht dringend eine Frauenquote…
sonst bekommen auch künftig nur alte und weiße Reaktionäre diese Auszeichnung. Der Hayek war zum Beispiel so einer – von seinem Club mal ganz zu schweigen:
https://vera-lengsfeld.de/2018/09/26/die-nazimethoden-der-koelner-antifa/
Bunt, wie eine Burka soll das Leben sein und wer sich diesem Diktum populistisch widersetzt, ist schließlich selbst am eigenen Unglück schuld…
https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2018/die-reihen-schliessen-sich/
denn der Populismus ist der neue Klassenfeind, die Wiederauferstehung des alten Ketzers (nobody expects the spanisch inquisition)…
https://www.achgut.com/artikel/bertelsmann_und_die_brandstifter
Seltsamerweise findet sich in der sonst so wohlgebügelten FAZ ein schlimm verharmlosender Artikel: „Keine Angst vor Populismus.“ Darf man so etwas denn heute noch schreiben?
Auch vom Martenstein war in der vergangenen Woche Kritisches zu hören. Sonst versteckt ihn „Die Zeit“ wohlbehütet hinter ihrer Bezahlschranke. Diesmal ist er ihnen entwischt:
Damit wären wir bei der obligatorischen Schlußfrage: Wo blieb das Positive? Nun für einen eingefleischten Monty-Python-Fan konnte die Woche gar nicht besser beginnen, als mit einem Blick in die Preußische Allgemeine:
https://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/sieg-der-windmuehlen.html
Terry Gilliams Film über „Don Quixote“ kommt nach über 20 Jahren doch noch in die Kinos. Ob er was taugt, wissen wir noch nicht. Was wir diesmal definitiv nicht erwarten, ist die Spanische Inquisition…
https://www.youtube.com/watch?v=D5Df191WJ3o
hofft zumindest
Andreas Urbanek
Sprecher AfD-Kreisverband Dortmund