Eine Woche mit denkwürdigen Jahrestagen liegt hinter uns. Am 12. September 1683 überfielen polnische Rechtspopulisten das osmanische Flüchtlingslager vor Wien:

https://philosophia-perennis.com/2018/09/11/mehr-als-400-teilnehmer-bei-gedenkzug-am-kahlenberg/

Genau 335 Jahre später steht der Sultan nun vor Köln. Auf die Frage: „Wolle mer en reinlasse?“  antworten unsere rheinischen Frohnaturen mit einem „Ja sischer dat. Et hätt noch emmer joot jejange“.

https://rp-online.de/nrw/panorama/koeln-recep-tayyip-erdogan-kommt-am-29-september_aid-32968347

Am Vormittag will Erdogan (unbestätigten Meldungen zufolge) mit seinem Begleitkommando zu einem kurzen Plausch über die Schönheit von Ziegen und die Macht der Poesie beim Böhmermann vorbeischauen. Danach folgt der Besuch in einer Kölner Filiale des Moscheekonzerns DITIB. Helau Allah! So nehmen wir zur Kenntnis: Das deutsch-türkische Verhältnis läßt sich auch durch eklatante Menschenrechtsverletzungen nicht dauerhaft eintrüben. Von Siemens will sich der Sultan sein marodes Schienennetz sanieren lassen und winkt mit einem Milliardenauftrag. Die türkische Währung befindet sich allerdings gerade im freien Fall und das Rating von Erdolfs Staatsanleihen steht bereits unter Ramschniveau. Wer jetzt noch Kredite an Ankara vergibt, muß schon heftig einen an der Dattel haben. So etwa, wie die deutsche Regierung. Zwar wird bei Erdogans noch immer wild verhaftet, verurteilt und weggesperrt – eh aber die Chinesen den fetten Eisenbahn-Auftrag abfassen, zückt Mutti doch lieber das Scheckheft ihrer Steuerzahler. Es sind ja schließlich nur Bürgschaften für den nahezu bankrotten Freund vom Bosporus.

https://de.sputniknews.com/zeitungen/20180913322304356-deutschland-tuerkei-annaeherung/

Beim Thema Zahlungsunfähigkeit erinnern wir uns an ein weiteres Jubiläum aus der vergangenen Woche: Vor genau 10 Jahren schockten die Gebrüder Lehmann mit ihrer Pleite die Finanzsysteme dieser Welt. Wie Dominosteine kippten fortan Großbanken in Richtung Insolvenz. Mit dem Slogan „Too big to fail“ wurden die systemrelevanten Exemplare unter den Finanz-Casinos mit allerlei Steuer-Milliarden gerettet. Am Grundübel hat sich seither wenig geändert. Die konsequente Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken steht noch immer nicht auf der Tagesordnung…

https://www.deutschlandfunk.de/10-jahre-nach-der-lehman-pleite-alles-andere-als-krisenfest.720.de.html?dram:article_id=428216

Zurück zu den Jahrestagen. Der 9. September fand in diesem Jahr kaum Beachtung. Kein runder Geburtstag – also auch wenig Resonanz im Blätterwald. Die Anschläge auf des World Trade Center und andere exponierte Ziele in den USA waren der Auftakt eines neuen Religionskrieges. Da dieser vom Islam gegen die USA militärisch nicht zu gewinnen ist, führt man die  Auseinandersetzung als Partisanenkrieg mittels Terror ebenso asymmetrisch wie auch planvoll. Die in Deutschland stattfindenden islamischen Anschläge erscheinen dagegen eher unkoordiniert und amateurhaft. Sie sind genau genommen obsolet, denn Europa ist weit einfacher zu erobern:

https://www.cicero.de/kultur/islam-kritik-islamisierung-laila-mirzo-scharia-dschihad-thilo-sarrazin-metoo-erdogan-tuerkei

Nur die Magyaren sperren sich noch gegen ihre Unterwerfung, was führende Eurokraten auf den Plan ruft, gegen Ungarn ein Sanktionsverfahren einzuleiten. Orban kämpft in der Straßburger Schlangengrube auf verlorenem Posten. Lesenswert ist der Wortlaut seines Debattenbeitrags vor dem EU-Parlament allemal:

https://www.achgut.com/artikel/victor_orbans_strassburg_rede_im_deutschen_worttlaut

Ebenso wie Orban weiß auch Salvini die Mehrheit seiner Landsleute hinter sich:

https://bazonline.ch/ausland/europa/popularitaet-von-italienischer-regierung-auf-rekordhoch/story/31704810

Daß er Schwätzer vom Schlage eines Asselborn rhetorisch an die Wand spielt, läßt ihm nicht nur die Herzen der Italiener zufliegen:

https://www.welt.de/politik/ausland/article181541986/Gefilmt-bei-Ministertreffen-Neue-Sklaven-Salvini-und-Asselborn-streiten-lauthals-ueber-Migranten.html

In Salvinis Falle gelaufen? Merde alors! Immer öfter verläßt die Vertreter des linken Establishments die Selbstbeherrschung. Das konnte man in dieser Woche auch im Bundestag beobachten, wo gleich mehrere Abgeordnete ausfällig wurden. Den Vogel schoß dabei ein Leistungsträger der SPD ab:

https://www.cicero.de/innenpolitik/generaldebatte-bundestag-johannes-kahrs-spd-gauland-afd-streitkultur

Dies war nun selbst der FAZ zu viel und so hob man die Personalie „Kahrs“ ins Blatt. Die Vita von Johannes dem Pöbler liest sich für Ahnungslose, wie das Drehbuch zu einen schlechten Film. Tatsächlich aber ist der Plot geradezu archetypisch für die Machtspiele von Aufsteigern in der etablierten Politik:

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/spd-hamburg-das-system-johannes-kahrs-1783135.html

Überhaupt scheinen im Milieu des moralischen Imperativs alle Dämme gebrochen zu sein. Wurden früher die Bücher von mißliebigen Autoren verbrannt, reicht es heute, sie bei „amazon“ auslisten zu lassen…

https://vera-lengsfeld.de/2018/09/12/ein-neuer-schutzwall-fuer-deutschland/

und im Spiegel erschien ein Artikel, welcher beschreibt, wie man Arbeitskollegen mit der falschen Gesinnung beim Chef denunzieren kann – es sei denn der Vorgesetzte zählt selbst zu den Anrüchigen. Dann bliebe noch der Gang zum Aufsichtsrat, zu den Eigentümern, zur Polizei oder der Presse.

http://www.spiegel.de/karriere/rechte-arbeitskollegen-wie-geht-man-mit-auslaenderfeindlichen-kollegen-um-a-1227010.html

Was kommt als Nächstes? Vorschlag: eigene Hochglanz-Magazine mit dem Titel „Schöner Petzen“ oder „Anschwärzen selbst gemacht“. Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aller Denunzianten ist notwendig, denn auf den Verfassungsschutz kann man sich bislang nicht verlassen. Deswegen wird der Hans Georg in Kürze auch abgesägt und durch eine merkeltreue Drohne ersetzt…

https://vera-lengsfeld.de/2018/09/11/die-stille-verschwoerung/#more-3497

hatte doch schon der bekannte Zyniker und Soziologe Cyril Northcote Parkinson postuliert: „In jeder Organisation gibt es eine Person, die Bescheid weiß. Diese Person muß entdeckt und gefeuert werden, sonst kann die Organisation nicht funktionieren.“

Also wird man den Maaßen schlachten – so viel ist sicher – um danach endlich mit Schild und Schwert gegen jene vorgehen zu können, die Merkels Ruhe stören…

https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2018/verzweifelte-attacke/

die Abweichler, Andersdenkenden, Häretiker – kurz: die Dissidenten!

https://www.achgut.com/artikel/gestern_noch_staatsbuerger_heute_schon_dissident

Zum Schluß nun wieder die übliche Frage: Wo bleibt das Positive? Da wäre vor allem jene Meldung erwähnenswert, daß der ehemalige Leibwächter von Osama bin Laden hierzulande für eine Sicherheitsfirma tätig war, die Prominente, Großveranstaltungen, Flughäfen, Banken, Krankenhäuser und Einrichtungen der Bundeswehr schützt und bewacht.

https://www.welt.de/politik/article181479056/Sami-A-Osama-bin-Ladens-Leibwaechter-arbeitete-in-Deutschland-als-Security-Mann.html

Gelernt ist gelernt! Das Beispiel zeigt, wie Integration gelingen kann. Es gibt sie also doch, die so oft erwähnten zugewanderten Fachkräfte!

Darüber freut sich…

Andreas Urbanek

Sprecher AfD-Kreisverband Dortmund